Effektive Schädlingsbekämpfung mit System gegen Ratten und Mäuse
Ratten und Mäuse sind ein gravierendes Hygieneproblem und überall wo sie auftauchen, besteht die Gefahr von Verunreinigungen bis hin zu Krankheitsübertragungen.
Ratten und Mäuse sind ein gravierendes Hygieneproblem
Ratten können bis zu 120 Infektionskrankheiten übertragen, welche sie über Flöhe, Kot, Urin oder Bisse verbreiten. Zu den bekanntesten Erkankungen zählen
- das Hantavirus (hohes Fieber, Nierenversagen)
- Cholera oder
- Typhus.
Entscheidend für die Vorbeugung bzw. Bekämpfung von Schadnagern ist eine entsprechende Farmhygiene, und zwar
- Gründliche Stallreinigung je nach Befall und Aufkommen mehrmals im Jahr
- Mögliche Zutrittsöffnungen identifizieren und beseitigen.
- Mögliche Nahrungs- und Futterquellen, die Schadnager anlocken können, konsequent schützen, entfernen und schwer zugänglich machen.
Schwachstellen an Haus und Hof
1 Silo
2 Getreidelager
3 Stallungen
4 Geräteschuppen
5 Komposthaufen als Nahrungsquelle
6 Brennholzstapel
7 Bodendecker / starker Bewuchs am Haus
8 Fehlendes Traufgitter
9 Fallrohre als Aufstiegsmöglichkeit
10 Kramecke
11 Terrassentür
12 Kanalisation und deren Endung im Haus
13 Kellertür
14 Belüftungslöcher im Mauerwerk
15 Kellerfenster
16 Gelber Sack / Bio- oder Mülltonnen
17 Fallobst
18 Vogelhäuser
19 Gartenteiche / Fischfutter
Planung und Bekämpfung bei Schadnagerbefall
Vorköderung
- Stellen sie zunächst die Schadnagerart (Ratten und/oder Mäuse) und das Ausmaß des Befalls fest. Kontrollieren sie dazu mögliche Laufwege entlang von Mauern, identifizieren sie Fraßspuren und eventuelle Schäden.
- Bei Befall durch nur einzelne Mäuse im Innenbereich sind Fallen die geeignetere Bekämpfungsmaßnahme.
- Nach Erkennen einer möglichen Route der Schadnager kennzeichnen Sie diese und verschließen sie mögliche Eingänge zu Futterquellen.
- Führen Sie eine Vorköderung entlang der Wege durch, indem Sie Köderboxen mit Ködermittel ohne Wirkstoff (z. B. Getreideköder) befüllen
- Kontrollieren Sie, welche Köderboxen angenommen wurden und wie stark der Befall ist. Stellen sie nicht angenomme Köderboxen um, damit eine optimale Verteilung der Köderboxen entlang der Laufwege erzielt werden kann
Bekämpfungsphase
Es hat sich gezeigt, dass Ratten- und Mäusebekämpfung ein Ganzjahresthema mit Schwerpunkt von August bis März ist. Für ein optimales Bekämpfungsergebnis teilen Sie Ihren Hof/Anlage in folgende Bereiche ein:
- äußerer Sperrgürtel (grüne Köderstellen)
- innerer Sperrgürtel (graue Köderstellen)
- Akutbekämpfungsbereich (rote Köderstellen)
Der nachfolgende schematische Lageplan soll Ihnen helfen, dieses Konzept auf Ihre Gegebenheiten anzupassen.
Häufige Ursachen für Fehlschläge in der Bekämpfung
- der Köder ist nicht mehr frisch genug und daher nicht mehr attraktiv
- die Köder wurden nicht mit Handschuhen ausgebracht und haben daher „Menschengeruch“
- es gibt zu viele alternative Futtermöglichkeiten, insbesondere Vitamin-K-haltige, die die Wirkung der Wirkstoffe neutralisieren (z. B. Sojamehl, Kohlblätter)
- die Köderstationen wurden immer wieder umgestellt oder die Nager wurden anderweitig gestört
- es wurden zu wenige Köderstellen eingerichtet
- es wurden nicht genug Köder nachgelegt bzw. nicht über einen ausreichend langen Zeitraum
- aus der Umgebung wandern immer wieder neue Ratten zu
Nachkontrolle
Um einen Neubefall nach erfolgreicher Bekämpfung zu vermeiden, müssen folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Entfernen möglicher Nahrungsmittelquellen (Lebensmittel, Müll, etc.).
- Beseitigung von Unrat und Abfall, der als Unterschlupf dienen könnte.
- Nach Möglichkeit Zugänge zum Innenbereich (Spalten, Löcher, Katzenklappen, Drainagen etc.) für Nagetiere unzugänglich machen.
Dokumentation
Die Dokumentation ist wichtig für die systematische Bekämpfung und deren Erfolg. Zusätzlich verlangen verschiedene Gesetze und Vorschriften in der Landwirtschaft, geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung eines Hygienestandards. Dazu zählt auch die Bekämpfung von Schadnagern und deren Dokumentation.
- Erstellen Sie einen Lageplan und zeichnen Sie die Köderstellen in den einzelnen Zonen ein.
- Markieren Sie die Köderstellen mit durchgehender Nummerierung und erstellen Sie ein Liste was, wann und wie oft beködert wurde.
Schadnager richtig bestimmen
Wanderratte (Rattus norvegicus)
| Lebenserwartung: | 1 – 2 Jahre |
|---|---|
| Kopf-/Rumpflänge: | 19 – 29 cm |
| Lebendgewicht geschlechtsreif: | 240 – 520 g |
| Würfe / Jahr: | 4 – 6 |
| Nachwuchs / Wurf: | 6 – 8 |
| Charakteristika: |
|
|---|---|
| Wesen: |
|
| Aktivität: |
|
| Nahrungsaufnahme: |
|
Hausratte (Rattus rattus)
| Lebenserwartung: | 4 – 7 Jahre |
|---|---|
| Kopf-/Rumpflänge: | 16 – 24 cm |
| Lebendgewicht geschlechtsreif: | 200 – 400 g |
| Würfe / Jahr: | 6 – 10 |
| Nachwuchs / Wurf: | 8 – 12 |
| Charakteristika: |
|
|---|---|
| Wesen: |
|
| Aktivität: |
|
| Nahrungsaufnahme: |
|
Hausmaus (Mus musculus)
| Lebenserwartung: | 0,5 – 1 Jahr |
|---|---|
| Kopf-/Rumpflänge: | 7 – 11 cm |
| Lebendgewicht geschlechtsreif: | 20 – 25 g |
| Würfe / Jahr: | 6 – 8 |
| Nachwuchs / Wurf: | 5 – 6 |
| Charakteristika: |
|
|---|---|
| Wesen: |
|
| Aktivität: |
|
| Nahrungsaufnahme: |
|
Wühlmaus (Arvicolinae)
| Lebenserwartung: | 1 – 2 Jahre |
|---|---|
| Kopf-/Rumpflänge: | 8 – 22 cm |
| Lebendgewicht geschlechtsreif: | 60 – 150 g |
| Würfe / Jahr: | 3 – 4 |
| Nachwuchs / Wurf: | ca. 4 – 6 |
| Charakteristika: |
|
|---|---|
| Wesen: |
|
| Aktivität: |
|
| Nahrungsaufnahme: | Früchte, Gras, Wurzeln, Kräuter, Keimlinge, Pilze, Eicheln, Insekten, Würmer |
Schädlingsbekämpfung aus dem Hause Kerbl
Neben der Farmhygiene, helfen im akuten Befall Produkte aus dem Hause Kerbl, den Hygieneschädlingen Herr zu werden.
Unter der Traditionsmarke cit bietet Kerbl zugelassene, umfangreiche und preiswerte Rodentizide mit unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen und Formulierungen an.
| Getreideköder | Köderblock | Pastenköder (Gelpads) | |
|---|---|---|---|
| Umgebungsbedingung | Trockener Bereich, geringe/keine Möglichkeit von anderen Futterquellen | Feuchte Umgebung (Kanalisation), auch bei Vorhandensein von anderen Futterquellen | Jede Umgebung, auch bei Vorhandensein von anderen Futterquellen |
| Eigenschaft | Einfach zu handhaben, im frischen Zustand gute Annahme | Unterstützt Knabberverhalten, einfach handhaben, gute Annahme über längeren Zeitraum, geeignet für Monitoring (Überwachung des Befalls) | Einfach handzuhaben, sehr attraktiv für Ratten, da über Nahrung auch Flüssigkeit aufgenommen wird |
| Beköderung Ratte | alle 5 m: 90 - 100 g | alle 5 m: 5 - 10 Blöcke (20 g) bzw. 2 Blöcke (100 g) | alle 5 m: 7 - 14 Säckchen (15 g) |
| Beköderung Maus | alle 2 m: 20 - 30 g | alle 2 m: 1 - 2 Blöcke (20 g) | alle 2 m: 2 - 4 Säckchen |
Diese Angaben sind grobe Empfehlungen. Die genaue Dosierung ist jeweils aus der Gebrauchsanweisung des Produkts zu entnehmen.
Effektive Chemische Ratten- und Mäuse-Bekämpfung mit cit Produkten
Unsere cit Produkte zur chemischen Ratten- und Mäuse-Bekämpfung bieten effektive Lösungen in drei Produktkategorien mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Die Köder bestehen je nach Bedarf aus Getreidekörnern, Haferflocken oder Pasten, um Ratten und Mäuse effizient zu bekämpfen. Die BrodiPads und BromaCereal Varianten sind ideal für schwer zugängliche Stellen und feuchte Umgebungen. RatStop DF Blöcke bieten witterungsbeständige Alternativen für den Innen- und Außenbereich. Alle Produkte sind hochattraktiv und zuverlässig.
Difethialon, Brodifacoum, Difenacoum und Bromadiolon sind die bekanntesten Wirkstoffe und werden seit Jahren im Haushalt, in Komunen und in der Landwirtschaft zur Ratten- und Mäusebekämpfung erfolgreich eingesetzt.
Beispielrechnung für die Aufwandsmenge von Rattenködern mit 50 ppm Wirkstoffgehalt
Köder mit unter 30 ppm Wirkstoffgehalt müssen um ca. 30 - 40 % mehr aufgenommen werden, um in der gleichen Zeit zu wirken. Dies gilt nicht für die Bayer-Produkte Brumolin und Rodilon mit dem Wirkstoff Difethialon. Der Wirkstoff in Kombination mit den Spezialformulierungen wirken wie herkömmliche hochdosierte Produkte.
| Tödliche Dosis Rodentizid/Tier | Brodifacoum | Bromadiolon | Difenacoum |
|---|---|---|---|
| Maus 25 g | 0,2 g | 0,875 g | 0,4 g |
| Ratte 250 g | 1,35 g | 5,65 g | 9,0 g |
Beliebt sind Pastenköder, da die Ausbringung einerseits einfach und die Attraktivität, trotz eventueller anderer Futterquellen, für die Nagetiere andererseits sehr hoch ist.
Schädlingsbekämpfung aus dem Hause Envu
Kerbl und Envu arbeiten intensiv im Bereich der professionellen Ratten- und Mäusebekämpfung zusammen. Als exklusiver Partner bietet Kerbl sowohl die anerkannten Rodentizide rund um Brumolin forte als auch die Innovationen unter der Marke Harmonix für den professionellen Anwender an: Rodent Paste und Monitoring Schaum.
Unsere envu Produkte bieten hochwirksame Lösungen zur chemischen Schadnager-Bekämpfung. Die Harmonix® Rodent Paste nutzt Vitamin D3 für ein optimales Resistenzmanagement. Brumolin® Forte und Paste Rodilon® sind bewährte Köder mit Bitterstoff Bitrex® zur Vorbeugung unbeabsichtigter Aufnahme. Der Schaum Racumin® garantiert Aufnahme durch Fellkontakt und ist ideal für schwer zugängliche Bereiche. Alle Produkte sind für den Innen- und Außenbereich geeignet und bieten zuverlässigen Schutz gegen Ratten und Mäuse.
Unter der Marke Harmonix® entwickelte Bayer neuartige Produkte für die effektive Schadnager-Bekämpfung. Dabei geht es um Resistenzmanagement, zielgerichteten Einsatz von Rodentiziden und sichere Schädlingsreduzierung.
Harmonix® Rodent Paste
Die Produktinnovation im chemischen Segment der Mäuse- und Rattenbekämpfung! Der Wirkstoff Cholecalciferol (Vitamin D3) in hochkonzentrierter Form, revolutioniert die Bekämpfung von Schadnagern.
Schadnagerbekämpfung legal und sicher – neue Möglichkeiten! Von Experten, für Experten!
Das 60-minütige Webinar, welches am 21.09.21 stattgefunden hat, bietet sowohl für Landwirte als auch für Händler enormen Mehrwert. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen wurden auch hochwirksame und effiziente Produkte zur Umsetzung der Bekämpfungsmaßnahmen vorgestellt.
Bruno Mautendorfer
Albert Kerbl GmbH
Produktmanager
Dilip Baumbach
Bayer CropScience Deutschland GmbH
Marketing Manager ES Professional
Ulf Kremling
Bayer CropScience Deutschland GmbH
ES Professional Pest Control
Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, wurden auch neue und innovative Bekämpfungsmöglichkeiten vorgestellt. Des Weiteren präsentierten Ihnen unsere Referenten Produkte der Marken CIT und Envu.
Um weiterhin vom Know-How zum Thema Schädlingsbekämpfung der Experten von Kerbl und Envu profitieren zu können, steht Ihnen die Aufzeichnung des Webinars nun dauerhaft hier, sowie auf unserem YouTube-Kanal zur Verfügung.
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Während des Webinars konnten außerdem viele Fragen der Teilnehmer geklärt werden. Eine Auflistung der Fragen & Antworten finden Sie unter FAQ.
Fragen & Antworten - Allgemeine Informationen
Primär-/Sekundärvergiftung bei Hund, Katze, Vögel – wie hoch ist das Risiko?
Die Dosis macht das Gift! Die tödliche Dosis hängt von der Menge der Aufnahme des Wirkstoffs im Verhältnis zum Körpergewicht ab. In aller Regel ist eine Sekundärvergiftung jedoch nur dann wahrscheinlich, wenn in kurzer Abfolge einige verendete Ratten/Mäuse gefressen werden. Es gibt aber kein Antikoagulatium, das in diesem Zusammenhang als ungefährlich genannt werden kann. Die Beseitigung von toten Schadnagern ist das Um und Auf bei der Prävention von Sekundärvergiftungen.
Gibt es ein Antidot bei Rodentiziden?
Vitamin K
Woher weiß ich ob Resistenzen vorliegen?
Zum einen gibt es Onlineübersichten über erfasste Resistenzen (z. B. hier: www.julius-kuehn.de). Zum anderen kann eine Resistenz bestehen, wenn Köder zwar gefressen werden, der Befall aber nicht abnimmt. Ratten sind sehr vorsichtig und wechseln das Futter nicht. Deshalb ist es wichtig, erst die Köder zu wechseln, wenn keine Reduzierung des Befalls trotz Fraß vernommen wird.
Singlefeed oder Multidose?
Alle Formulierungen der 2. Generation über 30 ppm, sowie Difethialon und Brodifacoum unter 30 ppm wirken bei einmaliger Aufnahme.
Wo kann ich als Landwirt Rodentizide einsetzen?
Grundsätzlich abhängig von der Zulassung des Produktes, bitte unbedingt Produktetikett beachten.
Wie bekämpfe ich Schadnager bestmöglich im Offenstall, neben vielen Feldern?
Einfallswege mit Köderstationen ausstatten, alternative Futterquellen wegräumen, mit Rattenschaum Zugangswege zu Gebäuden (Ritzen, Spalten etc.) abdecken.
Sind neue Wirkstoffe zu erwarten?
Dazu gibt es aktuell keine Informationen.
Welchen Fehler mache ich, wenn ich definitiv einen Rattenbefall habe, die Köder aber nicht gefressen werden?
Zu viele alternative Futterquellen, die besser schmecken; falsche Platzierung der Köderboxen; Köder sind nicht mehr frisch. Ratten sind sehr vorsichtig, es kann u. U. dauern bis sie sich an das Köderangebot gewöhnt haben.
Zu welcher Jahreszeit ist die Bekämpfung am Sinnvollsten?
Ein verstärktes Aufkommen ist in den kalten Monaten mit wenig natürlichem Futterangebot zu erwarten. Aufmerksames Monitoring das ganze Jahr, z. B. mit Wirkstoff-losen Ködern, verhindert einen überraschenden, massiven Befall.
Was ist der Unterschied zwischen 1. und 2. Wirkstoff-Generation?
Die Toxizität und damit die Effektivität ist bei 2. Generationswirkstoffen höher. Außerdem gibt es bei 1. Generationswirkstoffen mehr Resistenzgebiete durch die einseitige und langjährige Ausbringung.
Was muss ich machen, wenn mein Hund/Katze einen Köder gefressen hat bzw. eine Ratte die Rattenköder gefressen hat?
Das Tier jedenfalls beobachten, ob Fress- oder Bewegungsunlust besteht. Zur Sicherheit Tierarzt aufsuchen und Produktetikett mitnehmen.
Stimmt es, dass Mais die Wirkung von Rattenmitteln neutralisiert?
100 g Mais enthalten 40 Mikrogramm Vitamin K. Schadnager müssten eine Unmenge Mais aufnehmen um 5 mg Vitamin K zu erwischen. Dies wird in aller Regel nicht möglich sein und somit hat Mais keine Auswirkung außer es handelt sich um gegen den eingesetzten Wirkstoff resistente Nager.
Gibt es konkrete Vorgaben, wie der §9 in der Praxis beim Händler umgesetzt werden soll?
Leider gibt es diese konkreten Vorgaben nicht! Jedoch steht Kerbl mit Rat und Tat zur Seite, um praktikable und sichere Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.
Bieten Sie Sachkundenachweise an oder ist ein Landwirt automatisch sachkundig?
Kerbl bietet keine Sachkundeausbildung an. Ein Landwirt ist sachkundig, da für die Ausübung der Tätigkeit in aller Regel zumindest eine der Sachkundeausbildungen zum Thema Pflanzenschutz oder Tierhaltung absolviert hat.
Gibt es eine zu 100% rechtssichere Lösung für den Onlinehandel?
Ja diese gibt es, gerne beraten wir sie dazu individuell unter: 08086/933-554 od. E-Mail-Adresse wird geladen.
Wie kann man feststellen ob eine Resistenz vorliegt?
Ratten: abhängig von Region/Ort (aktuelle Resistenzkarten: https://guide.rrac.info/de/resistenzkarten.html). Mäuse: wenn bei Annahme vom Köder keine nachhaltige Veränderung des Befalls beobachtet wird.
Was ist der Stop-Feeding Effekt | Vorteile/Nachteile?
Ein Fraßstop tritt bereits nach 2-3 Tagen ein, wodurch folgende Vorteile entstehen:
- eine deutliche Einsparung an Ködermaterial
- die Einstellung der Aufnahme von Alternativnahrung
Um diesen Stop-Feeding-Effekt zu erzielen, muss allerdings besondere Sorgfalt bei der Erstbeköderung an den Tag gelegt werden. Entscheidend ist die ausreichende Zurverfügungstellung von Köder, anderenfalls kann eine Bekämpfung erst wieder nach ca. 14 Tagen erfolgen.
Fragen & Antworten - Sachkundenachweis
Was kann ohne Sachkundenachweis verkauft werden?
Z. Z. alle Produkte die nicht der ChemVerbotsV unterliegen. Bei Rodentiziden: Produkte unter 30ppm Wirkstoffgehalt.
Muss ich prüfen, ob der Käufer ein professioneller Anwender ist oder auch 18 Jahre ist?
Ja, wenn das Produkt der ChemVerbotsV unterliegt.
Welche Sachkundenachweise zählen? Tötung kleiner Wirbeltiere nach Gefahrstoffverordnung oder Pflanzenschutzgesetz?
Beides ist möglich, kann aber für verschiedene zugelassene Anwendungen gelten. Information auf dem Produktetikett.
Woher bekommt man einen Sachkundenachweis nach ChemVerbotsV?
Hier sind z. B. die Landwirtschaftskammern gute Ansprechpartner.
Wenn Verkäufer den Sachkundenachweis haben, müssen auch Endverbraucher den Sachkundenachweis besitzen?
Wenn das Produkt der ChemVerbotsV unterliegt, immer beide. Sonst abhängig von der Zulassung siehe Produktetikett.
Fragen & Antworten - Dokumentation
Gibt es eine Dokumentationspflicht bei der Abgabe?
Ein Verkauf von Produkten mit mehr als 30ppm Wirkstoff unterliegt der Chemikalienverbotsverordnung (§5 ChemVerbotsV):
- Abgeber im Einzelhandel müssen sachkundig nach §5 ChemVerbotsV sein
- Erlaubnispflicht – Abgabe muss von der zuständigen Behörde genehmigt sein
- gekennzeichnete Produkte mit H360D dürfen nicht durch Automaten oder in anderer Form der Selbstbedienung abgegeben werden
- keine Abgabe (auch kein Versand) an keine private Verbraucher
- Aufzeichnungs-und Aufbewahrungspflicht
Wann muss ich eine Dokumentation durchführen bei der Abgabe an berufsmäßige Anwender?
Wenn das Produkt der ChemVerbotsV unterliegt.
Muss ich die Bekämpfung dokumentieren?
Ja, für berufsmäßige Verwender gilt bei der Anwendung von Rodentiziden eine Dokumentationspflicht. Die Dokumentation muss in jedem Fall den Ort, das Ziel, die eingesetzten Biozidprodukte (Produkt und Menge) und die Durchführenden der Schädlingsbekämpfung ausweisen. Die Dokumentationen sind mindestens 5 Jahre aufzubewahren.